Wütende Stiere unter sich – Red Bull streitet sich Old OX

Das weltweit bekannt Unternehmen Red Bull geht aktuell gegen eine kleine im Bundesstaat Virginia beheimatet Bierbrauerei vor, die Old Ox Brauerei genannt wird. Dabei stößt sich der Energy-Drink Hersteller daran, dass das Wort „Ochsen“ beim Verbraucher zu Verwirrungen führen könnte.

Markenverletzungen treten auf, wenn eine nicht autorisierte Benutzung einer Marke im Zusammenhang mit Waren oder Dienstleistungen in einer Weise erfolgt, die zu Verwechslungen, Täuschung oder Irrtum über die Quelle der Waren oder Dienstleistungen führen kann. Aktuell ist Red Bull besorgt, dass Verbraucher, die Old Ox Bier kaufen, denken sie würden ein Produkt von Red Bull kaufen.

Red Bull ist ein österreichisches Unternehmen mit einem Umsatz von ca. 6.000.000.000 Euro im Wesentlichen durch den Verkauf von Energy-Drinks. Die umfassenden Markenrechte werden seitens des Unternehmens umfassend verteidigt und so teilte man Old Ox frühzeitig mit, dass man Bedenken hinsichtlich des Logos habe.

Red Bull verlangte von Old Ox die Nutzung des Markenlogo zu begrenzen und auf die Farben rot, silber oder blau und zudem auf die Herstellung von alkoholfreie Getränke, wie Root Beer, zu verzichten. Old Ox lehnte ab.

Im Februar 2015, nach etwa zehn Monaten Diskussion über Logo und die potentielle für Markenverletzung, reichte Red Bull eine Widerspruch gegen Old Ox Markenanmeldung beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) ein. Red Bull ist besorgt, dass die Verbraucher die Ochsen mit den Bullen von Red Bull verwechseln, denn Ochsen und Bullen sind beides männliche Rinder und sind praktisch für die meisten Verbraucher nicht zu unterscheiden. Old Ox hatte zwar angekündigt keine Energiegetränke zu produzieren, dies genügte Red Bull aber nicht.

Red_Bull_Logo

old_ox_brewery_logo

Damit steht bei dieser möglichen Markenverletzung die inhaltliche Ähnlichkeit der sich gegenüberstehenden Marken im Vordergrund, diese ist eine der Kriterien bei der Prüfung der Verwechslungsgefahr. Allerdings eines der drei Prüfungsmerkmale, welches eher selten zum Tragen kommt.

Red Bull nimmt den Schutz seiner Marke sehr ernst, so widmet das Unternehmen auf seiner Website diesem Thema eine ganze Unterseite. Dort erklärt Red Bull: „Wir besitzen weltweit ein riesiges Portfolio an eingetragenen und nicht eingetragenen Markenrechten, wobei keine dieser Marken – oder leicht verwechselbare Marken – ohne die Zustimmung von Red Bull verwendet werden dürfen.“

Es bleibt spannend, wie das Widerspruchsverfahren vom USPTO entschieden wird.